Die Deutschen und Ihre "Abkürzungen". Als wieder-kruzfristig-nach Deutschland-zurückgekehren-Deutschen (oder WkunaDzD) ist es nicht immer leicht im Angesicht der unnachgiebigen und formellen Sprache Deutscher Gesetzgebung den gebührenden Ernst zu bewahren.
Was mir beim lesen des Wortes "Landesnichtraucherschutzgesetz LNRSchG" in einer Kneipe schon die Sprache verschlagen hat wurde durch einen schöne Artikel auf Spiegel.de (6. Juli 2009: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,630770-5,00.html) überboten.
Hier einige Highlights (für alle Leser von extrem Rechts: - "Höhen-Lichter") aus diesem online ("im Weltnetz") Artikel ("geschriebener Text mit Endziel Veröffentlichung"):
Kurztitel
Der Begriff "Kurztitel" wurde von Deutschen Regierungsvertretern als viel zu klar eingestuft und deshalb (zum Zwecke der Vorspiegelung eines höheren IQs der Gesetzgeber) als Synonym für die längsten und verwirrensten Wörter der Deutschen Sprache transformiert (SfdLuVWdDS):
Gewinner des längsten amtlichen Kurztitels ist Schwerin mit:
"Rindfleischetiketrierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz"
(63 Buchstaben)
gefolgt von der Bundesweiten
"Vermögenzuordnungzuständigkeitsübertragungsverordnung"
(55 Buchstaben)
Abkürzungen
Manche Abkürzungen haben schon zu Umwegen geführt. Das ist bekannt und wird von den Gesetzgebern systematisch zur allgemeinen Volksverwirrung benutzt:
BDGBIBBBMinBFAnO lautet die Abkürzung der "Anordnung zur Durchführung des Bundesdisziplinargesetzes,..." und damit ist erklärt warum sich die Bundesdisziplin so kurz hält. Aber das ist im Vergleich zu SozSichAbkÄndAbk2ZAbkTURG ja noch relativ human.
Aber nicht nur die Länge machts (ja... das gilt auch für Abkürzungen). Wofür steht die schöne und kurze Abkürzung PUAG?
Na ist doch klar: Untersuchungsausschutzgesetz. Logisch oder?
Wie können so was von froh sein, von so aussergewöhnlichen Köpfen regiert zu werden...
Prost!
Thomas
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