Donnerstag, 30. April 2009

Wahrlich, ich sage Euch....


Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen

Wäre Mixa dumm könnte man das gerne vergessen. Aber Mixa weiss genau, dass die allgemein verbreiteten Mythen über Atheisten in keinster Weise haltbar sind:

Wieviele Menschen wurden von den Kommunisten im Namen des Atheismus verfolgt oder getötet?
Wahrscheinlich keiner. Atheismus ist keine Religion, keine Doktrin und kein Fundamentalismus. Es gibt keine atheistischen Richtlinien oder Gesetze. Wurden in Kommunistischen Ländern religiöse Menschen verfolgt und getötet weil sie der politischen Doktrin des Kommunismus im Wege standen? Ja. Geschah dies im Namendes Atheismus? Nein. Es geschah im Namen der Politik. Es geschah um politische Gegner auszuschalten. Auch andere Gruppen die sich gegen das kommunistischeSystem aufgelehnt haben wurden verfolgt und getötet. Hintergrund war die Errichtungoder der Erhalt eines Systems. Zur Veranschaulichung ein Gegenbeispiel aus derchristlichen Vergangenheit: Wie viele Menschen wurden von der Inquisition verfolgt und getötet? Tausende. Geschah das im Namen des Theismus? Nein. Es geschah im Namen des theistischen Systems Kirche.


Wieviele Menschen hat der Atheismus im Nationalsozialismus getötet?
Richtig:Wahrscheinliche keinen (siehe oben). Hinzuzufügen sei hier noch, dass Hitler1889 getauft wurde und sich niemals gegen die katholische Kirche gewand hatsondern sich in zahlreichen Reden auf Gott berufen hat (zum Beispiel in seinerRegierungserklärung am 23.03.33: „ ... [ich sehe] im Christentum die unerschütterlichen Fundamente des sittlichen und moralischenLebens unseres Volkes." Der Nationalsozialismus hat auf mehreren Ebenen an die religiöse Christlich-konservative Tradition in Deutschland angeknüpft um kulturell gegen einen gemeinsamen Feind vorzugehen: Die Moderne.
MeinGrossvater hatte ein „Gebetsbuch für Frontsoldaten“ das sich liest wie einAufruf zum Dschihad „… und wenn ich dann sterben muss dann bin ich fröhlich,denn Gott belohnt mich für meinen Dienst am Vaterland“.

Das Spektrum der Beleidigungen des Bischofs ist offenkundig und bedarf eigentlich keiner weiteren Erläuterung. Leider ist es aber für viele nicht offensichtlich. Demokratisch wäre es eine Möglichkeit zu haben, in der gleichen Tragweite und Publikumswirksamkeit, Mixa zu widersprechen. Leider hat das System Kirche immernoch eine monopolistische Sonderstellung in Deutschland. Wäre die KatholischeKirche eine Partei, würde es Rücktritts-Forderungen hageln. Wäre diekatholische Kirche ein Unternehmen käme es zu Klagen bis zum jüngsten Gericht und Boykott-Aufrufen bis zur Wiederauferstehung. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir inZukunft ein gerechtes System, das solche Hassreden straft.


Drei Fragen bleiben offen:
  • Was sagt dazu die Christlich Demokratische / Soziale Union?
  • Sind wir noch Papst?
  • Brauchen wir eine Kirche, die sich darauf spezialisiert mit unsinnigen Argumenten Stimmung zu machen und Unverständnis zu generieren?


.