Donnerstag, 19. März 2009

Atheismus


Atheismus ist ein Thema, das, seit wir plötzlich nicht mehr so gerne Papst sein wollen, wieder Interesse erweckt. Nachdem man hierzulande gerne in Kategorien denkt und man allem Nicht-kategorisierten erst mal skeptisch gegenübersteht, ist es keusch und löblich einige Informationen zum Atheismus zu geben.


Atheismus ist auch durch die Werbekampagnen atheistischer Gruppen in England und Spanien in die Schlagzeilen geraten. Leider. Denn der Werbespruch "Es gibt keinen Gott, also hört auf Euch sorgen zu machen und geniesst das Leben" hat in vielen Fällen das Vorurteil des unmoralischen und verantwortungslosen Atheisten verstärkt.
Hier also mein un:deutscher Beitrag zum Thema Atheismus. Warum un:deutsch? Obwohl Detschland zu den progressiveren Ländern in Glaubensfragen zählt, glauben 76% an einen Gott oder eine spirituelle höhere Macht:





















Quelle: spiegel.de http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,601661,00.html


Nach dieser Umfrage glauben nur 12% nicht an einen Gott oder eine höhere Macht, fallen also unter die Definition Atheisten. 11% sind Agnostiker, glauben also nicht an Gott oder eine höhere Macht, lassen die Möglichkeit der Existenz eines Gottes oder einer höheren Macht offen.


Was ist Atheismus?
Athesimus ist der Nicht-Glaube an Gott oder eine höhrere Macht. Es gibt keinen fundamentalistischen Atheismus und keine fundamentalistischen Atheisten. Der Nicht-Glaube hat - im Vergleich zum Glauben - keinerlei Notwendigkeit einer Rechtfertigung (trotz der Diskussionen der Kreationisten) und keine Notwenidigkeit einer Bekehrung oder Missionierung. Atheismus ist individuell und perönlich und bedarf keiner Gruppe, Kirche oder Organisation (dass es dennoch atheistische Organisationen gibt, liegt an der Tatsache, dass Atheismus unterdrückt und diskriminiert wurde - und in einigen Ländern noch wird. Atheistische Organisationen vertreten nur den Wunsch zum individuellen Nicht-Glauben).

Was ist Atheismus nicht?
Atheismus ist keine Religion, Ideologie oder Philosophie. Sehr oft wird die Endung "ismus" mit Doktrinen, Systemen oder Praktiken assoziiert, wie zum Beispiel Kommunismus, Konsteravatismus oder Pazifismus. Atheismus hat mit diesen Bedeutungen nichts zu tun (genausomenig wie Astigmatismus oder Anachronismus). Athesimus ist keine Ideologie (System von Ideen, Vorstellungen, Werturteilen und Begriffen). Eine Ideologie setzt voraus, dass jemand das System von Ideen und Werturteilen erstellt und die "Führung" übernimmt. Es gibt keine Atheistischen Ideen und keine Atheistischen Werturteile. Atheismus kann - genauso wie Theismus - Teil einer Ideologie sein. Atheismus kann aber für sich genommen keine eigene Ideologie bilden. Ähnliches gilt für die Philosophie. Atheismus gibt keine praktischen Ratschläge und bietet keine Empfehlungen oder Vorgaben einer bestimmen Lebensweise oder Erklärung an.


Glaube ist Religion, Ideologie, Doktrin, Weltanschaung und gibt Vorgaben für das täglich Leben. Atheismus ist der anspruchslose, perönliche Nicht-Glaube an einen Gott oder eine höhere Macht. Dennoch müssen sich Atheisten rechtfertigen (bwohl sich niemand rechtfertigen muss der nicht an den Weihnachtsmann, die Zahnfee, Teekannen auf dem Mond, auserirdisches Leben oder das Spaghetti-Monster glaubt).Die Interpretationen, die Athesimus als komplexer darstellen, als er wirklich ist, waren und sind in zahlreichen Fällen nur nötige Argumentationshilfen, um den Atheismus zu unterdrücken.


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Mittwoch, 18. März 2009

Das Schwaben Quiz

Frage 6 von 10

Du fährst ohne Licht und mit einer Monsterdröhnung "Kings of Leon" auf den Ohren nachts auf der falschen Seite mit dem Rad. Weil du ja noch fahren musst, hast du nur vier Cocktails getrunken. Aus dem Nichts taucht ein Uniformierter auf.






Zum Quiz (Quelle: Spiegel online): http://www1.spiegel.de/active/quiztool/fcgi/quiztool.fcgi?id=35390&a=13333

Die Deutschen und Ihre Autobahn

Wie Ideenreich die Deutschen die Freie Fahrt verteidigen, verdient das prädikat deutsch, keusch und unlöblich (wegen des erhöhten Risikos):

Montag, 16. März 2009

Typisch Deutsch

Eine Studie zeigt eine wachsende Gleichheit und schockiert eine Nation, die Individualismus wünscht.


Er schläft in Pyjamas, streicht seine Wände gelb, trinkt 540 Gläser Alkohol pro Jahr und hat 117 mal Sex mit seiner Frau plus 15 Erotische Träume pro Monat.


Sie trägt Nachthemd im Bett, backt gerne, liebt Orchideen und stapelt Plüschtiere auf dem Sofa. Auch sie hat 117 mal Sex mit Ihrem Mann, trinkt 229 alkoholische Getränke pro Jahr und träumt 5 mal pro Monat von Sex.


Zusammen haben sie ein Kind und kaufen bei Aldi und Lidl, die fünf Minuten vom Haus entfernt sind.


Darf ich vorstellen? Herr und Frau Durchschnitts-Deutschland, deren Profile im Rahmen der umfassensden Studie über das „typisch Deutsche“ enthüllt wurden.


Die durchschnittliche Teutonische Familie macht 2 Wochen Urlaub pro Jahr, hauptsächlich in Deutschland obwohl das beliebteste Reiseziel immer noch Mallorca ist. Er ist 45 Jahre alt und hat Übergewicht (83.5 Kilo), sie ist 42 Jahre alt, wiegt 67 kg, kümmert sich alleine um den Haushalt, liest Horoskope und Diät-Bücher. Beide lieben Harry Potter.


Das Lieblingsgericht ist – seit Jahren unverändert – Linsen, Curry Wurst, Spätzle und Schnitzel.


Die Studie zeigt, dass nach turbulenten Jahrhunderten und Katastrophalen Dekaden der Wunsch nach unauffälligen Normalität in einer moderaten Demokratie gross ist.


Das Ergebnis ist ein Portrait von gut ernährten und gebildeten Personen, die einigermassen zufrieden und im allgemeinen sehr bescheiden sind.


Weitere interessante Daten der Studie:


Die Deutschen


- wachen um 6.32 auf

- Arbeiten 30.3 Stunden pro Woche

- Fahren einen 6 Jahre alten silber-metallic Golf und waschen ihn 9 mal pro Jahr

- Gehen nach betretetn eines Geschäfts nach rechts

- Brauchen 15 Minuten um einzuschlafen

- Verdienen im Schnitt 3.702 Euro pro Monat


Original: The Observer, 25/05/208, Kate Connolly, Germans aghast at all being alike

http://www.guardian.co.uk/world/2008/may/25/germany




Die Deutschen Weine erreichen Frankreich


Die Deutschen trinken immer noch Bier, aber die Deutschen Weine werden von Jahr zu Jahr besser. Die Weinproduktion hat sich grundlegend geändert. Inzwischen wird der Wein sogar zu einer ernsthafen Konkurenz für die Französischen Weinkellereien.


Genau wie die Französischen wurden auch die Deutuschen Weinkellnereien von den Römern vor guten 20 Jahrhunderten gegründet und von Karl dem Grossen weiterentwickelt. Ist es in Deutschland zu kalt? Die dreizehn Weinregionen befinden sich fast alle im Süden Deutschlands, auf der Höhe der Champagne und die Weinreben wachsen auf eindrucksvollen Südhängen. 82% der Weinproduktion is Weisswein, hervorragend geeignet für dieses Klima.


Obwohl sie in Frankreich unbekannt sind hatten die Deutschen Weine schon einige glorreiche Zeiten erlebt.Im 17. und 18. Jahrhundert wurden in Deutschland einige legendäre Weine hergestellt, die der Qualität Französischer Grand Crus nicht nachstanden. Der dritte Präsident der Vereinigten Staaten, Thomas Jefferson lobte den Deutschen Wein wöhrend seiner Europa-Reise.


Nach dem vorherrschenden Trio Frankreich – Spanien – Italien ist Deutschland mit 120.000 Hektar das viertgrösste Weinanbau-Land in Europa. Weltweit liegt es auf dem gleichen Niveau wie Cile auf Platz 8. Nach den zwei Weltkriegen hatte Deutschland Schwierigkeiten die Qualität der Weine aufrecht zu erhalten. Die Qualitätsmängel der Massenproduktion billiger Weissweine wurde oft durch residuelle Zucker versteckt.

Erst ab 1980 haben sich einige Vinzer von der Produktion der süssen Weine abgewandt und begannen authentische trockene Weine zu produzieren. Stéphane Gass, Sommelier der Schwarzwaldstube (Ein Michelin-Stern) in der Nähe von Baden-Baden, sagt, dass die Weine teilweise trockener als die Elsässer Weine sind.

. „Die Qualität der Deutschen Rieslinge ist im Augenblick auf höchstem Niveau“ sagt Joel Payne, Ator der Zeitschrift WeinGourmet. Bei einem Preis von unter 10 Euro ist das auch für den Geldbeutel interessant.



Der Aufstieg der Rotweine


Der rasante Aufstieg guter Rotweine in dem monochromen Weisswein-Anbau Deutschlands überrascht sogar die französischen Weinkenner. Seit einiger Zeit können die Deuschen Pinots Noirs durchaus mit französischen Code-de-Beaune rivalieren. Der Autor des Artikels schliesst hier einen Zusammenhang mit dem Klimawandel nicht ganz aus ;)


Langsam interessiert sich auch der internationale Markt für die qualitativ hochwertigen Weine aus Deutschland. Auch der französische Markt, in dem es ausländische Weine traditionell sehr schwer haben, bewegt sich etwas und man kann mit etwas Glück einige gute Deutsche Weine in den französischen Regalen finden. Der Autor des Artikels empfiehlt aber den Lesern die Deutschen Weinkeller zu besuchen…. „Die Kunst des Weines bringt die Völker zusammen“



Artikel: Libération, 30.10.2008 (Bernard Burtschy): Les vins allemands arrivent en France

http://www.lefigaro.fr/vins/2008/10/30/05008-20081030ARTFIG00321-les-vins-allemands-arrivent-en-france-.php






Samstag, 14. März 2009

Ungleichheit der Löhne

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Die Deutschen Arbeitnehmerinnen verdienen im Schnitt 25% weniger als die Deutschen Arbeitnehmer. Das entspricht einem der grössten Differenzen in der Europäischen Union.


„Deutschland gehört weiterhin zu den Staaten mir der grössten Ungleichheit in den Löhnen zwischen Männern und Frauen“, sagt Vladimir Spidla.


Die Differenz bettrug letztes Jahr 23% im Vergleich zu 17,4% in der Europäischen Union. Die zahlen haben sich seit 2007 nicht signifikant geändert.


Es gibt mehrere Erklärungen für diese Ungleichheit. Einerseits erhalten Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männder, andererseits ist der Anteil der Frauen, die Teilzeit arbeiten höher. Auch Niedriglohn Arbeiten werden hausprächlich von Frauen ausgeführt.



Quelle: Libération (FR) / AFP: Allemagne : inégalité des salaires h/f

http://www.lefigaro.fr/flash-actu/2009/02/23/01011-20090223FILWWW00326-les-allemandes-gagnent-un-quart-de-moins-que-les-allemands.php







Das Ende der Schnitzel


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Eine Nation die Bratwürste und Schnitzel liebt dürfte die Nachricht in den Magen getroffen haben: Die Deutschen sollten schnellstens ihre Essgewohnheiten überdenken um den Planeten zu retten.


Das Deutsche Umweltministerium empfiehlt, dass die Deutschen zu den gastronomischen Vorkriegs-Gewohnheiten zurückkehren sollten und Fleisch nur zu besonderen Gelegenheiten essen sollten und Ihre Diät der der Mittelmeer Länder anpassen sollte.


Deutsche haben einen den höchsten Fleischverbrauche in Europa. 39% der Kalorien kommen von Fleisch. Italien – im Vergleich dazu – liegt bei 25%.


Die Fleischproduktion ist sehr energieaufwändig und der Methangas-Ausstoss der Tiere umweltschädlich. 15% des der Deutschen Treibgase stammen aus der Agrikultur.


Nach Destatis, der Deutschen Statiskik Agentur, fiel der Fleischkonsum von 64 kg pro Jahr 1991 auf 58.7 heute. Das ist aber noch zu wenig.


Junge Frauen sind offener, aus Umweltschutzgründen den Fleischverzehr aufzugeben. „Es ist schwieriger die Deutschen Männer dazu zu bewegen“, sagt sagt Hilmar Stappat von den Deutschen Vegetariern. „Für zu viele ist Fleisch essen mit Männlichkeit verbunden.“




Original: The Guardian (UK): Schnitzel off the menu as Germans are told to cut down on eating meat, 23.01.2009 von Kate Connolly

http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/23/german-diet-meat-environment